Dies ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie anpassungs- und wandlungsfähig Übernamen sein können. Die Geschichte dazu: Im Jahr 1927 kaufte Johann Josef Gisler aus Schattdorf die Grundmatte in Bürglen. Ab diesem Zeitpunkt wohnten im selben Haus zwei Familien mit dem Übernamen «Balmer» – obwohl sie gar nicht miteinander verwandt waren. Um Verwechslungen zu vermeiden, erfand der Volksmund kurzerhand eine Lösung: Die neu zugezogenen Gislers wurden fortan «Bälmis» genannt. So konnte man die beiden Familien im Alltag wieder problemlos voneinander unterscheiden.
Wo kennt man diesen Übernamen?
Seit wann kennt man ihn?
ca. 1927
Wann genau aus den «Balmers» die «Bälmis» wurden ist schwierig zu sagen, vermutlich um 1927/28, da zwei Gisler-Familien benannt werden mussten.
Herleitung: Spezial
Ursprünglich war eine Liegenschaft (Balmer) namensbildend, der Name «Bälmi» eine spätere Differenzierung.
Quelle: Überlieferung – Person
An einer Veranstaltung über das Gewerbe in Bürglen im «Wyyparadiesli» erzählte Franz-Xaver Gisler, mit viel Wortwitz, die Geschichte des Urnertor-Centers.
Josef Muheim-Büeler, Güter+Familien v. Unterschächen, T. III, Bd. 1, S. 295f, Eigenverlag
MELDEFORMULAR ÜBERNAMEN
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