Der Liegenschafts-Name Sädel leitet sich vermutlich von Sattel oder Sedel ab. Sattelförmig eingemuldete Geländestelle; i.d.R. entsprechende Einsenkungen auf Gräten oder in Abhängen.
Urner Namenbuch – Die Orts- und Flurnamen des Kantons Uri. 3. Band, Seite 15, von Hug Albert / Weibel Viktor, Bibliotheksgesellschaft Altdorf 1988 – 1990).
Die Flüeler Herger-Zweige «ds Adermanigers», «ds Zeissigers», und «ds Sädligers», sowie die «Gibel-Linie» stammen alle von der Familie Herger auf dem Bodmi ab, die dort unter dem ursprünglichen Übernamen «ds Bodmigers», bekannt war.
Wo kennt man diesen Übernamen?
Hier alle Liegenschaften «Sädel» in Uri, in der Klammer werden die Koordinaten angezeigt.
Attinghausen (46.85311, 8.59872)
Seit wann bekannt
1924
Alois Herger 1901-1955, 1924 ehelichte er Louise Ziegler (1898-….) und gilt als Stammvater.
Es kann davon ausgegangen werden, dass 1924 der Ursprung dieses Übernamens ist, da man zu jener Zeit in einer Ehe auch einen eigenen Hausstand aufbaute.
Herleitung: Liegenschaft
Hof auf derselben Geländeterrasse wie Butzigried und Adermanig; Geländerippe die eine Art Anhöhe bildet.
Urner Namenbuch – Die Orts- und Flurnamen des Kantons Uri 1 Band, Seite 58, von Hug Albert / Weibel Viktor, Bibliotheksgesellschaft Altdorf 1988 – 1990)
Gibel, ein recht häufiger Flurname, bezeichnet in Flüelen einen hochgelegenen giebelartigen Sitz, und eine ähnliche Bedeutung hat Sedel, das mit dem Wort sitzen verwandt ist.
Flüelen Seite 102, Rudenzverlag, Dr. Alfons Müller-Marzohl, 1965
Quelle: Buch – Zeitung – Text
Urner Namenbuch – Die Orts- und Flurnamen des Kantons Uri 4 Bände, von Hug Albert / Weibel Viktor, Bibliotheksgesellschaft Altdorf 1988 – 1990
Flüelen Rudenzverlag, Dr. Alfons Müller-Marzohl, 1965
MELDEFORMULAR ÜBERNAMEN
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